Riester-Rente
Die staatlich geförderte Zusatzrente. Attraktiv für fast jeden Rentenversicherungspflichtigen. Aber auch viele andere Personenkreise werden gefördert.
Rürup-Rente
Die einzige steuerlich absetzbare Altersvorsorge für Selbständige. Für Selbständige ist die Rüruprente ohne Konkurrenz.
Private Rente
Vor allem in Hinblick auf die Höhe der Beiträge, auf die vereinbarte Rentenhöhe und den Beginn der Rentenzahlung eine sehr flexible Form der Altersvorsorge.
Betriebliche Altersvorsorge
Mit einer Direktversicherung (die einfachste und häufigste Form der betrieblichen Altersvorsorge) sparen Sie ab dem ersten Beitrag sofort Steuern und Sozialabgaben. Für Arbeitgeber und Arbeitnehmer ein Gewinn.
Sind Sie selbständig (nicht rentenversicherungspflichtig), dann passt für Sie eine Rüruprente oder die flexible private Rentenversicherung. Mit der Rüruprente sparen Sie bereits in der Ansparphase Steuern, bei der flexiblen privaten Rentenversicherung profitieren Sie in der Rentenbezugszeit von der günstigen Ertragsanteilbesteuerung.
Sind Sie Angestellter oder Arbeiter, dann passt für Sie die Riesterrente, die betriebliche Altersvorsorge oder die flexible private Rentenversicherung. Zu einer Riesterrente erhalten Sie viel Geld vom Staat für Ihren Versorgungsaufbau dazu, mit der betrieblichen Altersvorsorge sparen Sie direkt Steuern und Sozialabgaben und mit der flexiblen privaten Rentenversicherung profitieren Sie in der Rentenbezugszeit von der günstigen Ertragsanteilbesteuerung.
Der wesentliche Unterschied zwischen der privaten und betrieblichen Altersvorsorge liegt in der steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Behandlung der Beiträge und Leistungen. Während die Beiträge für die private Alterssicherung aus dem Nettoeinkommen erbracht werden müssen, sind die Beiträge zur bAV sowohl steuer- als auch sozialversicherungsbefreit (Entnahme aus dem Brutto). Andererseits sind die betrieblichen Renten in der Bezugsphase voll steuer- und auch sozialversicherungspflichtig, während die privaten Renten (ausgenommen Riester- und Rürup-Verträge) lediglich mit dem Ertragsanteil der Einkommensteuer unterliegen.
Ob Sie sich für eine sicherheitsorientierte oder eine renditeorientierte Anlage entscheiden, ist natürlich Ihre Entscheidung. Um im Rentenalter keine bösen Überraschungen zu erleben, empfiehlt sich eine überwiegend sicherheitsorientierte Versorgungsform. Bei der Riester-Rente sorgen beispielsweise die gesetzlichen Rahmenbedingungen für eine beruhigende Sicherheit.
Den Spruch „je früher desto besser“ haben Sie bestimmt schon gehört. Und es ist in der Tat so: Eine Person, die mit 20 bis 25 Jahren bereits anfängt, lässt die Zeit und somit den sog. Zinseszins-Effekt für sich arbeiten. Man muss ja nicht gleich 200 Euro pro Monat zurücklegen – fangen Sie mit Beiträgen an, die zu Ihrer finanziellen Situation passen. Die modernen privaten und betrieblichen Rentenversicherungen sind so flexibel, dass Sie ganz unkompliziert Ihre Beiträge an Ihren Lebensstandard anpassen können.
Aber auch wenn Sie über 40 sind, haben Sie noch viel Zeit, die magere gesetzliche Rente aufzustocken. In diesem Fall ist eine höhere, aber dafür kürzere Dynamisierung der Beiträge empfehlenswert.
Wenn Sie in der Lage, sind die Beiträge weiter zu bezahlen, passiert zunächst gar nichts. Da aber oft ein finanzieller Engpass besteht, reduzieren Sie Ihren Beitrag oder stellen Sie den Vertrag erst einmal beitragsfrei. Später können Sie die Beitragszahlung einfach wieder aufnehmen.