Welcher Riester-Vertrag passt zu mir?
Für jeden der passende Vertrag
22.12.2008 – Ein Riester-Vertrag ist neben der gesetzlichen Rente die beste Form der Altersvorsorge. Und das nicht nur wegen der staatlichen Zulagen und Steuervergünstigungen.
Verschiedenartige Produkte werden auch den unterschiedlichen Bedürfnissen der Sparer gerecht, so dass jeder das passende Riester-Produkt finden kann.
Der vorsichtige Sparer
Sparer unter 50 Jahre, die auf Nummer sicher gehen wollen und ihre Beitragszahlungen bis zum Eintritt des Rentenalters auf jeden Fall durchhalten, sind mit einer Riester-Renten-Versicherung am besten bedient. Nicht nur die Auszahlung des angesparten Kapitals nebst Zulagen ist garantiert, sondern auch die jährlichen Zinsen von 2,25 Prozent. Weil hier nicht in – möglicherweise riskante – Wertpapiere investiert wird, sind die Zinsen zwar nicht hoch, aber eben sicher. Außerdem zahlen die Anbieter noch eine Überschussbeteiligung, je nachdem, wie sie mit dem Geld der Anleger gewirtschaftet haben. Diese kann im Vorfeld nur prognostiziert, nicht aber garantiert werden. Wer in eine Riester-Rentenversicherung einzahlt, weiß von Anfang an, was er später ausgezahlt bekommt.
Der eilige Sparer
Sparer über 50 Jahre haben nicht mehr viel Zeit, für das Alter vorzusorgen. Ein Riester-Bank-Sparplan ist für sie eine sichere Sache. Abschlusskosten fallen nicht an. Allerdings ist die Rendite gering, weil sich die Zinsen für die Sparbeiträge meist an den Kapitalmarktzinsen orientieren. Dafür muss der Sparer kein Risiko fürchten, denn die Anlage kann nicht ins Minus rutschen, nicht mal in Krisenzeiten.
Der renditeorientierte Sparer
Wer Wert auf eine hohe Rendite legt, sollte eine fondsgebundene Riester-Rentenversicherung oder einen Fondssparplan wagen. Zwar sind hier zwischenzeitlich Verluste möglich, diese fallen aber langfristig gesehen nicht ins Gewicht. Deswegen lohnt sich diese Altersvorsorge gerade für langfristig orientierte Sparer, die gelegentliche Börsenflauten gelassen durchstehen können. Der Vorteil einer fondsgebundenen Versicherung liegt darin, dass die Beitragszahlungen auf mehrere Fonds verteilt werden können, wodurch das Risiko minimiert wird. Zwar fallen bei Fondssparplänen keine Abschlusskosten wie bei der Versicherung an, jedoch zahlt der Anleger hier einen Ausgabeaufschlag und ebenfalls Verwaltungskosten. Für Sparer über 45 ist diese riskantere Vorsorgeform nicht zu empfehlen.
Der Immobilien-Sparer
Seit Mitte 2008 kann man auch selbst genutzte Immobilien über einen Riester-Vertrag fördern lassen (sog. "Wohn-Riester"). Möglich ist das für Bausparverträge, Hypothekendarlehen oder für die Vorfinanzierung von Bausparverträgen. Gefördert wird mit den bekannten Zulagen. Diese gibt es aber nur für selbstgenutzte Immobilien in Deutschland. Da die ersten Produkte erst seit November dieses Jahres auf dem Markt sind, lässt sich noch wenig über deren Güte sagen. Deshalb sollten Interessierte hier auf die ersten Tests von Stiftung Warentest & Co. warten.
Die 3 wichtigsten Riester-Modelle im Vergleich »