Niedrige Rente: Viele Rentnerinnen finanziell abhängig

24.03.2010 – Wegen ihrer meist durchbrochenen Erwerbsbiografien müssen die meisten Frauen mit sehr wenig Geld im Alter auskommen, wenn sie keinen Mann haben, der sie unterstützt.

Laut Berechnungen der Deutschen Rentenversicherung beziehen beispielsweise Hamburger Frauen im Durchschnitt nur 473 Euro Rente. 65 Prozent der Rentnerinnen steht im Monat nicht mehr als 600 Euro zur Verfügung.

Erziehungszeiten und fehlende Qualifizierung
Eine aktuelle Befragung ergab, dass fast jede dritte Hamburgerin fürchtet, in der Rentenphase von ihrem Mann abhängig zu sein. Erziehungszeiten, Teilzeitjobs etc. sind ein Grund für diese Situation. Selbst die Anrechnung der Familienarbeit wirkt sich nicht besonders auf die Rente aus, da nur drei Jahre anerkannt werden. Laut Umfrage sehen 36 Prozent der Frauen über 50 Jahre aber auch eine fehlende Berufsausbildung als Ursache für ihr niedriges Einkommen zu Berufszeiten und damit für die niedrige Rente. Trotz allem unternehmen Frauen nach wie vor nicht genug, um der Altersarmut vorzubeugen. So richtig bewusst wird ihnen die Problematik oft erst nach einer Scheidung.

Flexibilität und Sicherheit wichtig
Wichtig ist es, möglichst früh mit der Altersvorsorge zu beginnen. Je mehr Zeit bis zur Rente bleibt, desto weniger muss im Monat zurückgelegt werden, was gerade für Geringverdienerinnen ein wichtiges Argument ist. Zudem stellen die unsteten Erwerbsbiografien von Frauen besondere Ansprüche an die Altersvorsorgeprodukte. "Für Frauen ist wichtig, dass das Finanzkonzept nicht starr ist, sondern sich flexibel an geänderte Lebensbedingungen anpassen lässt", sagt Finanzberaterin Rita Helmke von der Hamburger Agentur Frauenfinanzen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Frauen bei ihrer Altersvorsorge mehr auf Sicherheit als auf Rendite bedacht sind. Das liegt einfach daran, dass sie weniger Geld zum Sparen als Männer haben und es sich nicht leisten können, davon Teile oder alles zu verlieren.

Riester-Rente auch für Hausfrauen und Mütter
Flexibel und sicher ist eine Riester-Rentenversicherung, lohnenswert besonders für Frauen mit Kindern. Der Staat zahlt hier nämlich zusätzlich zur Grundzulage von 154 Euro pro Person noch einer Kinderzulage von 185 Euro pro Jahr, für ab 2008 Geborene sogar 300 Euro. Selbst Hausfrauen und Mütter in Elternzeit gehören zum förderfähigen Personenkreis. Wer auf etwas Sicherheit zugunsten von Rendite verzichten kann, sollte über eine fondsgebundene Riesterrente nachdenken. Das Geld wird hier in Kapitalmarktpapiere investiert und unterliegt damit den dafür typischen Schwankungen. Weil es auf Langfristigkeit ankommt, empfiehlt sich die fondsgebundene Variante vor allem für jüngere Frauen.  

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