Versorgungslücke: Frauen müssen selbst vorsorgen!

02.06.2010 – Für Frauen klafft die Vorsorgungslücke im Alter besonders weit auseinander. Babypausen, Erziehungszeit oder Hausfrauendasein – jede berufliche Pause vergrößert die Lücke nur noch mehr. Experten raten darum schnell zu handeln, am besten noch vor dem ersten Kind.

Frauen zu wenig selbstbewusst
Ein Grund, warum Frauen kaum selbst für ihr Alter vorsorgen, liegt in ihrer Unsicherheit bei Finanzfragen. Laut einer Forsa-Umfrage glauben 21 Prozent der Frauen, dass sich ihr Partner besser mit der privaten Altersvorsorge auskennt als sie selbst. In einer weiteren europaweiten Umfrage hielten sich sogar 70 Prozent der befragten Frauen für zu wenig sicher in Finanzfragen. Dabei wissen sie nicht unbedingt weniger als die Männer, sondern es fehlt ihnen einfach an Selbstbewusstsein.

Renteninformation gibt Aufschluss
Wie groß die individuelle Versorgungslücke später sein wird, kann jeder in der jährlich versendeten Renteninformation nachlesen. Dieser Brief der Deutschen Rentenversicherung geht an alle Versicherten, die mindestens 28 Jahre alt sind und fünf Jahre Beiträge zahlen. Hier steht Schwarz auf Weiß, wie hoch die Rente später sein wird. Wer seine monatlichen Ausgaben zusammenrechnet, und von diesen die Rente abzieht, sieht, was noch fehlt.

Riester-Rente ideal für Mütter
Frauen stehen einige gute Produkte zur Verfügung, mit denen sie für später vorsorgen können. Ideal auf ihre Bedürfnisse ist die Riester-Rente zugeschnitten. Der Staat fördert die Sparer mit attraktiven Zulagen. 154 Euro gibt es pro Person. Für Mütter dürften die Kinderzulagen besonders interessant sein. 185 Euro zahlt der Staat pro Kind, für ab 2008 Geborene sogar 300 Euro. Zusätzlich winken noch Steuervergünstigungen. Wie hoch diese ausfallen, prüft das Finanzamt. Selbst Frauen, die weniger als 30 Stunden pro Woche arbeiten, sind direkt förderberechtigt, sofern ihre Kinder noch jünger als drei Jahre sind. Auch 400-Euro-Jobberinnen können riestern, sofern sie auf ihre Versicherungsfreiheit in der gesetzlichen Rentenversicherung verzichten. Nicht arbeitende Frauen schließen einfach über ihren direkt förderberechtigten Ehemann einen Riester-Vertrag ab und kommen so in den Genuss aller Vergünstigungen.

Vermögenswirksame Leistungen
Eine weitere Möglichkeit der privaten Altersvorsorge sind vermögenswirksame Leistungen. Diese können Frauen und natürlich auch Männer beanspruchen, die in einem festen Arbeitsverhältnis stehen. Geringverdiener profitieren hier zusätzlich von der Arbeitnehmersparzulage. Die Laufzeit der Verträge beträgt sieben Jahre. Im letzten Jahr muss der Arbeitnehmer jedoch keine Beiträge mehr zahlen.

Betriebliche Altersvorsorge
Nicht zu vergessen die betriebliche Altersvorsorge. Mit der so genannten Entgeltumwandlung können Arbeitnehmer einen Teil ihres Einkommens in ein Produkt der betrieblichen Altersvorsorge einzahlen. Für diesen Teil des Einkommens (bis zu 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze) sind weder Steuern noch Sozialabgaben zu entrichten. 

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