Vermögen aufbauen: Familien haben's schwer

26.08.2010 – Junge Familien haben es meist schwerer, Vermögen anzusparen als Singles oder ältere Menschen. In der Regel arbeitet nur ein Partner, während sich der andere um das oder die Kinder kümmert.

Große Sprünge sind in so einem Ein-Verdiener-Haushalt kaum zu machen. Die Altersvorsorge sollte dennoch nicht vernachlässigt werden. Irgendwann geht schließlich jeder in den Ruhestand. Mit der Riester-Rente hat der deutsche Staat ein ideales Produkt auch für junge Familien und Geringverdiener geschaffen.

Besonders schwer in Großstädten
Besonders schwer haben es Familien in Großstädten. Selbst besser verdienende Akademiker kommen in der Regel gerade so über die Runden. Zwar sind die Gehälter in Ballungsgebieten höher als in kleineren Städten oder schwach besiedelten Gebieten. Die Lebenshaltungskosten sind dafür viel höher. Besonders die Miete frisst hier oft gut die Hälfte des Nettoeinkommens weg. Durchaus realistisch ist ein Anfangsgehalt für einen Akademiker von 3.500 Euro. Davon muss seine Familie leben. Abzüglich Steuern und Sozialabgaben sind das zirka 2.400 Euro netto. Plus Kindergeld kommen rund 2.600 Euro netto zusammen. Die Warmmiete für die 95-Quadratmeter-Wohnung, die die Familie bewohnt, kostet 1.100 Euro. Für das Auto sind Raten von 300 Euro zu zahlen. Für Nahrungsmittel, Kleidung, Wohnungseinrichtung, Reisen, Hobbys etc. stehen der kleinen Familie damit 1.200 Euro zur Verfügung.

Weil Eigenkapital noch nicht vorhanden ist und kaum angespart werden kann, ist der Traum vom eigenen Häuschen illusorisch. In der Großstadt ist so etwas heutzutage für Normalverdiener kaum zu bezahlen. Wer aufs Land zieht, riskiert, dass das Haus im Fall des Falles nur schwer wieder zu verkaufen ist. Zudem kommen neue Kosten für Fahrten in die Stadt und einen Zweitwagen hinzu. Neben dem Hoffen auf eine Gehaltserhöhung könnte die Familie, um Eigenkapital anzusparen, in eine kleinere Wohnung ziehen und das Auto verkaufen.

Riester-Rente: Altersvorsorge für wenig Geld
Weniger Umstände macht da das Sparen für die Altersvorsorge. Mit der Riester-Rente kommen junge Familien in den Genuss attraktiver Zulagen und Steuervorteile und können sich später im Alter über ein Zubrot zur Rente freuen. Als Angestellter ist der arbeitende Ehepartner unmittelbar zulagenberechtigt. Dafür muss er mindestens vier Prozent seines Vorjahreseinkommens in den Vertrag einzahlen. Pro Person zahlt der Staat eine Zulage von 154 Euro, pro Kind 185 Euro und für ab 2008 Geborene sogar 300 Euro im Jahr. Über die Steuererklärung prüft das Finanzamt dann, ob eine Steuerersparnis nicht noch günstiger ist. Was viele nicht wissen: Auch der nicht arbeitende Partner ist förderberechtigt. Die Elternzeit löst nämlich automatisch eine Pflichtversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung aus. Das wiederum ist Voraussetzung für eine unmittelbare Zulagenberechtigung. Wer im Vorjahr kein Einkommen hatte, zahlt nur den Sockelbeitrag von 60 Euro.  

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