Stiftung-Warentest: Riester-Rente durch Förderung attraktiv
18.12.2009 – Allen Unkenrufen, die Riester-Rente würde sich nicht lohnen, zum Trotz, weist die Stiftung Warentest auf die attraktive staatliche Förderung hin, dank derer diese Form der Altersvorsorge für jeden empfehlenswert ist.
Im Alter fallen nur Steuern an
Je nach Sicherheitsbedürfnis kann der Sparer eine klassische Riester-Rentenversicherung abschließen, aber auch eine fondsgebundene, außerdem geförderte Sparpläne. Auch die betriebliche Altersvorsorge ist ein wichtiges Standbein der Altersvorsorge. Allerdings gibt es hier keine Zulagen vom Staat, dafür sind auf die Beiträge keine Steuern und Sozialabgaben zu zahlen. Später in der Auszahlungsphase fallen allerdings Krankenkassen- und Pflegebeiträge an, während die Riester-Rente dann nur versteuert wird.
Zulagen und Steuervorteile
Andere Formen der Altersvorsorge stellt die Riester-Rente vor allem wegen der staatlichen Förderung in den Schatten. Der Staat zahlt jedem 154 Euro im Jahr, für jedes Kind 185 Euro, für ab 2008 Geborene sogar 300 Euro. Diese Zulagen gibt es allerdings nur für den, der förderberechtigt ist und mindestens vier Prozent seines Vorjahreseinkommens (inklusive Zulagen) einzahlt. Bei einer geringen Sparsumme kürzt der Staat die Zulagen anteilig. Zusätzlich gewährt er noch Steuervergünstigungen. Weil Fondsprodukte mehr Rendite versprechen, aber auch risikobehaftet sind, sind sie nur für Anleger bis Ende 30 zu empfehlen.
Garantiert sicher
Sicherheit ist ein weiteres Argument für die Riester-Rente. Das eingezahlte Kapital ist nach Abzug der Kosten sicher. Ganz auf Nummer Sicher gehen Sie mit einer klassischen Rentenversicherung, die eine Verzinsung Ihres Kapitals mit 2,25 Prozent garantiert. Insgesamt 9,5 von 12,5 Millionen Riester-Sparern haben sich für diesen Weg entschlossen. Davon haben 3 Millionen Sparer eine fondsgebundene Versicherung abgeschlossen.
Gute Rendite dank Förderung und Überschuss
Die Rendite der Riester-Rente scheint auf den ersten Blick nicht all zu hoch. Stiftung Warentest hat errechnet, dass ein 40-jähriger Mann, der pro Jahr 1.200 Euro inklusive Zulagen spart, ab 67 eine zusätzliche Rente von 160 Euro erwarten kann. Mit zur Rendite müssen aber auch neben der garantierten Verzinsung von 2,25 Prozent die staatlichen Zulagen hinzugerechnet werden. Nicht zu vergessen die Überschussbeteiligung. Diese kann zwar nicht garantiert und damit bei der zu erwartenden Rente hinzugerechnet werden. Dennoch wandern die vom Versicherer erwirtschafteten Überschüssen auf die Konten der Sparer und erhöhen die Rendite.