Rürup-Rente: Selbstständige wissen zu wenig

05.11.2009 – Auch vier Jahre nach Einführung der Rürup-Rente wissen viele Selbstständige und Freiberufler nicht, worin sich diese Form der Altersvorsorge von der Riester-Rente unterscheidet. Eine Studie ergab, dass 75 Prozent sich schlecht informiert fühlen.

Unterschiede zwischen den Altersgruppen
Dabei bestehen zwischen den Altersgruppen Unterschiede. Bei den über 55-Jährigen und den 18-bis 34-Jährigen weiß kaum jemand Bescheid. Selbstständige zwischen 45 und 54 Jahren sind schon besser informiert. Hier können immerhin 28 Prozent erklären, worin sich die Rürup- von der Riester-Rente unterscheidet. Wie gut der Einzelne informiert ist, hängt aber auch von seinem Bildungsgrad ab. Während 91 Prozent der Befragten mit Hauptschulabschluss wenig über die Rürup-Rente wussten, waren es bei den Befragten mit Abitur oder Hochschulabschluss nur 69 Prozent.

Je weniger Einkommen, desto schlechter informiert
Genauso zeigte die Studie auch einen Zusammenhang zwischen Haushaltsnettoeinkommen und Informationsdefizit. Je geringer das Einkommen war, desto schlechter wussten die Befragten Bescheid. Von denen, die weniger als 1.500 Euro pro Monat zur Verfügung hatten, kannten sich 90 Prozent nicht aus mit den Möglichkeiten der Rürup-Rente. In der Gruppe derer, die mehr als 3.000 Euro haben, waren es nur 62 Prozent.

Je besser gebildet, desto eher für Rürup-Rente
Von denjenigen, die sich mit den Möglichkeiten ihrer Altersvorsorge auskannten, befürworteten 26 Prozent die Rürup-Rente und 16 Prozent die Riester-Rente. Teilt man auch hierbei die Befragten in Einkommens- und Bildungsklassen ein, ergeben sich unterschiedliche Präferenzen. Je höher der Bildungsstand und das Haushaltsnettoeinkommen, desto eher sprachen sich die Befragten für die Rürup-Rente aus.

Ablehnung eher bei Älteren
11 Prozent der Befragten hatten bereits eine Rürup-Rente abgeschlossen. 15 Prozent planen dies in naher Zukunft. Ein Großteil derer, die einen Vertrag ablehnen, ist eher älter. Ein Zusammenhang zum Schulabschluss zeigte sich hier nicht, zum Einkommen hingegen schon. In der Einkommensgruppe unter 1.500 Euro hat nur ein Prozent eine Rürup-Rente abgeschlossen, bei denen, deren Haushalte mehr als 3.000 Euro netto im Monat verdienen, sind es 18 Prozent.

Lebenslange Rente mit Rürup
Die Basisrente wurde 2005 zur privaten Altersvorsorge für Selbstständige und Freiberufler eingeführt. Der Sparer schließt dabei einen Rentenversicherungsvertrag ab, der leistungsmäßig und steuerlich wie die gesetzliche Rente behandelt wird. Diese kapitalgedeckte Rente wird ab dem Ruhestand lebenslang gezahlt.  

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