Risikoreichere Anlagen wieder im Kommen

07.10.2009 – Nach neuesten Studien ist älteren Menschen eine hohe Lebensqualität im Alter wichtig. Jüngere Menschen tun etwas dafür und sorgen weiterhin für den Ruhestand vor. Beratung ist ihnen allerdings heute wichtiger als vor der Krise.

Mobilität und Konsum wichtig
TNS Emnid befragte 500 Personen über 50 Jahre nach ihren Vorstellungen zum Lebensabend. Die Antworten ergaben, dass Mobilität und Konsum im Alter für viele eine große Rolle spielen. Damit zeigt sich auch, welch hohen Stellenwert die Altersvorsorge nach wie vor einnimmt.

Stimmungswandel bei Anlegern
Die GfK befragte für eine Studie 1.030 Personen nach ihrem Anlage- und Altersvorsorgeverhalten und stellte dabei einen Stimmungswandel fest. Langfristige und vor allem risikoreichere Anlagen, wie Aktien oder Fonds, werden danach wieder stärker nachgefragt. Noch im Januar hielten 36 Prozent der Befragten solche Produkte als langfristige Anlagen für weniger geeignet. Im September sprachen sich nur noch 26 Prozent dagegen aus. Kaum eine Veränderung zeigt sich in der Beantwortung der Frage, ob Aktien die erfolgreichste Vorsorgeform wären. Nur 7 Prozent bejahten diese Frage, sowohl im Januar als auch im September.

Lebensstandard versus Risiko
Gestiegen ist auch die Zahl der Menschen, denen Zinsanlagen zu wenig Ertrag bringen. 28 Prozent der Befragten waren dieser Meinung. Das sind 7 Prozent mehr als im Januar. Die geringere Rolle der Sicherheit bei der Geldanlage zeigt sich auch daran, dass 4 Prozent weniger Menschen als im Januar auf Lebensstandard zugunsten einer sicheren Kapitalanlage verzichten möchten. 27 Prozent legen ihr Geld lieber weniger risikoreich an und nehmen dafür Abschläge bei der Altersvorsorge in Kauf. 34 Prozent der Befragten sind mit Garantien nur dann einverstanden, wenn diese den Ertrag nach Steuern und Inflation nicht übersteigen.

Beratung wichtiger
Vorsorge spielt trotz Krise eine große Rolle für die Bundesbürger. 56 Prozent wollen vorsorgen. Allerdings hegen sie dabei hohe Erwartungen an die Beratung. 19 Prozent wollen sich mehr beraten lassen. 17 Prozent wollten mehr Informationen einholen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen. 16 Prozent gaben an, nur noch einfache und verständliche Produkte zu kaufen. Ein unverändertes Anlageverhalten zeigten 29 Prozent der Befragten. 

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