Riester: Besonders hohe Förderquote für junge Eltern

18.08.2010 – Die Riester-Förderung gibt es nur für abhängig Beschäftigte. Das ist nicht falsch, führt aber bei vielen Vorsorgewilligen zu falschen Annahmen. So kommen auch junge Eltern, die nicht arbeiten, in den Genuss des attraktiven staatlichen Zuschusses.

Erziehende sind förderberechtigt
Wer sich in der Erziehungszeit befindet, ist automatisch in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert. Damit einher geht eine unmittelbare Förderberechtigung für die Riester-Rente, selbst für jene, die nicht arbeiten oder in einem Minijob tätig sind. Den vollen Zuschuss bekommt der, der sein Kind in den ersten drei Lebensjahren betreut. Pro Kind gibt es 185 Euro im Jahr, für jedes ab 2008 Geborene sogar 300 Euro. Damit bekommt eine zweifache Mutter mit einem nach 2008 Geborenen 485 Euro im Jahr vom Staat geschenkt. Hinzu kommt noch ihre eigene Grundzulage von 154 Euro. Das macht zusammen 639 Euro im Jahr.

639 Euro Zulagen für 60 Euro Beiträge
Für die volle Zulage müssen mindestens vier Prozent des Vorjahreseinkommens gezahlt werden, maximal aber 2.100 Euro. So richtet sich der Mindestbeitrag im ersten Jahr der Elternzeit nach dem letzten Einkommen. Wer zuvor nichts oder nur sehr wenig verdient hat, muss lediglich den so genannten Sockelbeitrag von 60 Euro im Jahr zahlen. Für also gerade mal 5 Euro im Monat kann ein Erziehender 639 Euro im Jahr vom Staat bekommen. Das entspricht einer Förderquote von knapp 90 Prozent. Geht das Elternteil nach der Erziehungszeit wieder arbeiten, muss es im ersten Jahr nur den Sockelbetrag zahlen, da auch hier das Einkommen des Vorjahres zur Beitragsberechnung herangezogen wird.

Großer Personenkreis ist unmittelbar zulagenberechtigt
Außerdem unmittelbar zulagenberechtigt sind neben rentenversicherungspflichtigen Arbeitnehmern und Selbstständigen auch Bezieher von Arbeitslosengeld, von Krankengeld, ALG-II-Empfänger, nicht erwerbsmäßig tätige Pflegepersonen, Wehr- und Zivildienstleistende, Bezieher von Vorruhestandsgeld oder Beamte. Genaue Angaben dazu macht § 10a EStG. Mittelbar zulagenberechtigt sind Ehepartner von unmittelbar Zulagenberechtigten. Sie dürfen allerdings nicht dauerhaft getrennt von ihrem Partner leben und müssen einen eigenen Riester-Vertrag abschließen. Als nicht Pflichtversicherte müssen sie keine Beiträge zahlen, erhalten aber die staatlichen Zulagen.  

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