Riester-Rente: Clever wechseln, mehr bekommen

05.03.2010 – Riester-Rente ist nicht gleich Riester-Rente. Vergleicht man die garantierten Renten der einzelnen Anbieter, ergeben sich deutliche Unterschiede. Laut "Guter Rat" differieren die garantierten Renten der besten 20 Anbieter bei der klassischen Rentenversicherung schon um zehn Prozent.

Bei fondsgebundenen Produkten sind die Differenzen noch größer. Das liegt nicht zuletzt an den Kosten, die von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich hoch sind und letztlich den ausgezahlten Betrag im Ruhestand maßgeblich beeinflussen.

Das Analysehaus "Morgen & Morgen" hat anhand eines Beispiels die Unterschiede herausgestellt. Im Beispielfall zahlt eine 35-jährige Frau mit einem Kind bis zum Rentenbeginn monatlich 88,42 Euro in einen Riester-Vertrag ein. Das zusammen mit den staatlichen Zulagen entspricht genau vier Prozent ihres Jahresbruttogehaltes von 35.000 Euro. Die hierfür von verschiedenen Unternehmen angebotene garantierte Rente bewegt sich zwischen 140 Euro und 155 Euro. Der Sparanteil wird mit mindestens 2,25 Prozent verzinst.

Anders sieht es bei fondsgebundenen Riester-Verträgen aus: Das Geld wird in Investmentfonds investiert, eine Mindestverzinsung gibt es nicht. Garantiert ist jedoch die Auszahlung der eingezahlten Beiträge. Reizvoll ist diese Variante wegen der größeren Renditemöglichkeiten, wenngleich das Risiko auch höher ist. Ausgehend von einer jährlichen Rendite von 6 Prozent schwankt die später ausgezahlte Rente zwischen 350 und 365 Euro, laut "Morgen & Morgen".

Wechsel kostet Geld
Ob nun die sichere Variante der klassischen Rentenversicherung und die risikoreichere fondsgebundene Version – es lohnt sich für jeden, seinen Riester-Vertrag mit anderen zu vergleichen. Fällt der Vergleich zu Gunsten eines anderen Anbieters aus, liegt der Gedanke eines Wechsels nahe. Hier sollten Sie aber einiges bedenken. Selbstverständlich darf jeder Versicherte sein angespartes Kapital auf einen anderen Anbieter übertragen. Aber es kostet Geld. Zu den Kosten des Wechsels, die zwischen 50 und 100 Euro liegen, stellt der neue Anbieter auch neue Abschlussgebühren in Rechnung. Diese fallen in der Regel in den ersten fünf Jahren der Vertragslaufzeit an. Hinzu kommt beim Wechsel, dass der neue Anbieter nur die Auszahlung des Kapitals, das vom alten Anbieter übertragen wird, garantiert, nicht aber die Auszahlung der bei diesem eingezahlten Beiträge.

Alten Vertrag freistellen lassen
Die oft günstigere Alternative ist die Freistellung des laufenden und der Abschluss eines neuen Vertrages. Hierbei sparen Sie sich die Wechselkosten und erzielen beim neuen Anbieter eine höhere Rente. Außerdem muss der alte Anbieter die Auszahlung der bisher geflossenen Beiträge garantieren. Bei den in den neuen Vertrag fließenden Beiträgen ist dafür natürlich der neue Anbieter zuständig. Dennoch fallen auch beim neuen Anbieter wieder Abschlusskosten an.

Weitere Informationen zum Riester-Wechsel

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