Lebensversicherung kündigen? Geld statt Lebenspolice?

30.07.2010 – Zirka die Hälfte aller Lebensversicherungen werden vor Ende der Vertragslaufzeit gekündigt. Wer seine Beiträge nicht mehr zahlen kann oder will, sollte diese allerdings lieber kürzen oder aussetzen. Wem es um Bares geht, kann seine Police verkaufen.

Kündigung überdenken
Die Gründe für Kündigungen sind unterschiedlich. Die einen Policen-Besitzer sind unzufrieden mit der Wertentwicklung. Andere brauchen das Geld, und wieder andere können einfach die Beiträge nicht mehr zahlen. Wer unzufrieden ist mit der Wertentwicklung, sollte genau überlegen, ob er nicht doch von der Police profitiert. Zwar sind die Zinsen für das angesparte Kapital in den vergangenen Jahren stark gefallen, doch liegen sie mit durchschnittlich vier Prozent immer noch weit über dem Zinssatz für Tagesgeld. Hinzu kommt, dass eine Lebensversicherung neben einer stabilen Rendite auch Schutz für die Familie bietet.

Beitragsfrei und trotzdem Schutz
Weil gerade in der Anfangsphase der Vertragslaufzeit Abschluss- und Verwaltungskosten anfallen, lohnt sich eine Kündigung erst, wenn der Vertrag schon länger läuft. Gleich zu Beginn ist der Anteil der Kosten am eingezahlten Kapital noch recht hoch und schmälert entsprechend die Auszahlungssumme. Dorothea Mohn vom Bundesverband der Verbraucherzentrale empfiehlt, sich über den Rückkaufswert der Police zu informieren, bevor gekündigt wird. Risikoprämie sowie Abschluss- und Verwaltungskosten machen im Schnitt vier Prozent der Versicherungssumme aus. Die Kosten variieren jedoch von Anbieter zu Anbieter. Laut Gesetzgeber muss bei vorzeitiger Kündigung mindestens die Hälfte der eingezahlten Beiträge ausgezahlt werden. Günstiger als eine Kündigung ist es, die Beiträge zu kürzen oder auszusetzen. Damit sind Sie weiterhin geschützt und profitieren von der laufenden Verzinsung Ihres bereits eingezahlten Kapitals.

Mehr als bei der Kündigung
Eine Alternative bietet auch der Verkauf der Police. Der Käufer übernimmt Ihren Vertrag und damit die Beitragszahlung. Sie bekommen das Geld. In der Regel ist es mehr als bei der Kündigung. In einigen Fällen bleibt sogar der Todesfallschutz bestehen. Die Versicherungsleistung geben Sie allerdings mit dem Verkauf auch ab. Sie müssen lediglich auf dem Zweitmarkt einen Abnehmer finden. Gute Chancen haben Policen von einem großen Anbieter, mit höchstens 15 Jahren Restlaufzeit und zirka 10.000 Euro Versicherungssumme. Vergleichen Sie sorgfältig alle Angebote. Wenn Ihnen der Käufer eine Summe bietet, die zwischen fünf und 10 Prozent über dem Rückkaufswert liegt, ist das durchaus realistisch. Die Kapitalertragssteuer fällt weg beim Verkauf. Seit 2009 wird allerdings die Abgeltungssteuer erhoben.

Video dazu ansehen: Wie flexibel ist die Zahlung der Versicherungsbeiträge? 

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