Deutsche haben kaum noch Vertrauen in gesetzliche Rente
24.11.2007 –
Mit dem Vertrauen in die gesetzliche Rente geht es bergab. Wie die BILD-Zeitung Hamburg berichtete, glauben nur noch 34 Prozent der Deutschen daran, dass die gesetzliche Rente sicher ist.
Dies ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Allensbach. Viel besser ist dagegen das Ansehen der privaten Altersvorsorge. Immerhin fühlten sich damit 54 Prozent der Befragten gut auf den Ruhestand vorbereitet. Schaut man hier genauer auf das Alter, ist der Anteil derer, die eine private Altersvorsorge für sicherer halten, unter den 16- bis 29-Jährigen sogar noch größer. Dann sind es nämlich 56 Prozent.
Zu ähnlichen Ergebnissen kam eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Magazins "Stern" bereits im vergangenen Jahr. Danach ist es offenbar nur noch der Zwang, der die Bürger in der gesetzlichen Rentenversicherung hält. Insgesamt 73 Prozent, also fast drei Viertel der Befragten würden die gesetzliche Rentenversicherung sofort verlassen, wenn sie könnten. Nicht mehr zeitgemäß fanden 68 Prozent die gesetzliche Absicherung, bei den 18- bis 29-Jährigen waren es sogar 75 Prozent.
Entwickelt wurde die gesetzliche Rentenversicherung übrigens bereits 1889 im Kaiserreich unter Reichskanzler Otto von Bismarck. Damals lag das Renteneintrittsalter jedoch sogar bei 70 Jahren, was die meisten Menschen gar nicht erreichten. Die ursprüngliche Rente deckte nur einen Teil der Existenzkosten ab. Der andere Teil musste durch das Familieneinkommen bestritten werden. Auch eine Art der privaten Absicherung also.
Die gesetzliche Rentenversicherung heute ist im Sozialgesetzbuch VI festgelegt und wird größtenteils durch die Zwangsteilnahme der abhängig Beschäftigten im Umlageverfahren finanziert. Nach dem so genannten Generationenvertrag bezahlt der Beitragszahler die Renten der aus dem Arbeitsleben Ausgeschiedenen und erarbeitet sich so einen Anspruch auf seine eigene, spätere Rente.
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