Inflationsausgleich durch dynamische Rente
08.06.2010 – Die Inflation sorgt dafür, dass Konsumenten für Produkte und Leistungen mit der Zeit immer mehr Geld ausgeben müssen. Kurzfristig macht sich das bei moderater Inflation, wie wir sie in Deutschland derzeit noch haben, nur schwach bemerkbar. Langfristig gehen damit jedoch spürbare Kaufkrafteinbußen einher. Wer sich dagegen absichern will, schließt eine dynamische Rentenversicherung ab.
Inflation berücksichtigen
Inflation ist letztlich nichts anderes als das Sinken der Kaufkraft. Bei einer angenommenen Rate von zwei Prozent, wie sie in Deutschland in den vergangnen Jahren üblich war, werden 1.000 Euro in 20 Jahren nur noch 673 Euro wert sein. Wer seine Altersvorsorge plant, sollte das neben anderen Faktoren berücksichtigen. Die garantierte Rente einer privaten Versicherung mag aus heutiger Sicht attraktiv erscheinen. Aber kann sie den gewohnten und gewünschten Lebensstandard in 20 Jahren wirklich sichern?
Volldynamische Rente sinkt nie.
Während das monatliche Einkommen aus einer herkömmlichen privaten Rentenversicherung immer gleich bleibt, steigt die Rente bei der volldynamischen Variante jedes Jahr um einen bestimmten Prozentsatz. Weil der Versicherte auch an den erwirtschafteten Überschüssen seines Anbieters beteiligt wird, können die Rentenbeträge bei der konstanten Rente durchaus einmal zurückgehen, wenn die Überschüsse fallen.
Das ist bei der volldynamischen Rente nicht möglich. Die Auszahlungsbeträge sinken hier niemals unter die Höhe der Beträge, die im Vorjahr gezahlt worden sind. Die jährlichen Erhöhungen hängen allerdings davon ab, wie gut der Versicherer gewirtschaftet hat. Die monatliche Auszahlung ist zum Rentenbeginn niedriger als bei der konstanten Rente. Mit den Jahren übersteigt sie diese allerdings. Der Vorteil der volldynamischen Variante gegenüber der konstanten liegt darin, dass die Bezüge nie sinken, selbst bei fallenden Überschüssen. Außerdem können die steigenden Rentenbeträge die Inflation ausgleichen.
Teildynamik als Kompromiss
Es existiert zudem noch eine Mischform, die teildynamische Rente. Sie ist in den ersten Ruhestandsjahren höher als die volldynamische, aber niedriger als die konstante Rente. Auch sie steigt, aber nicht in dem Maße wie die volldynamische Variante. Allerdings kann hierbei die monatliche Rente sinken, wenn auch die Überschüsse des Anbieters fallen.