Deutsche sorgen weniger für das Alter vor

21.10.2008 – Wie eine repräsentative Studie vom Institut für Demoskopie Allensbach zeigt, fahren die Deutschen ihre private Altersvorsorge derzeit wieder etwas zurück.

Dabei gibt es keinen Grund für dieses Verhalten, denn es spricht nichts dafür, dass die Versorgungslücke kleiner werden bzw. verschwinden würde. Ganz im Gegenteil! Die steigende Lebenserwartung und die Inflation machen private Vorsorge nach wie vor zu einem Muss. Schließlich kosten beide Faktoren auch mehr Geld. Und das muss zuvor angespart werden.

Fehlendes Wissen
44 Prozent der Deutschen planen ihre Altersvorsorge, ohne die Folgen eines längeren Lebens zu berücksichtigen. Umso erstaunlicher ist das angesichts der Tatsache, dass die Befragten ihre Lebenserwartung auf 83 Jahre schätzten und damit deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt liegen.

Vielfach fehlt es laut der Studie noch immer an Wissen zur privaten Altersvorsorge und der Situation im Alter. So, wie Inflation und Lebenserwartung unberücksichtigt bleiben, wissen auch viele nichts von der Abgeltungssteuer. Fast 30 Prozent sagten, sie würden im Zuge dieser Befragung zum ersten Mal von der Abgeltungssteuer hören. Nicht viel besser sieht es mit Wohn-Riester aus. Diese Möglichkeit der Altersvorsorge sagte 59 Prozent der Befragten nichts. Das ist besonders deswegen verwunderlich, weil 85 Prozent der Befragten die Idee einer staatlichen Altersvorsorge für Wohneigentum für eine gute Idee hielten. 65 Prozent der Deutschen finden, Wohneigentum sei "die ideale Form der Alterssicherung". Bei Berufstätigen mit Kindern liegt der Anteil sogar bei 72 Prozent und damit höher als der Anteil derer, die immer noch auf die staatliche Rentenversicherung schwören.

Der Finanzmarktkrise zum Trotz
Trotz turbulenter Finanzmärkte halten auch in diesem Jahr immerhin 45 Prozent der deutschen Berufstätigen die private Vorsorge in Form von Versicherungen oder Sparverträgen für sicherer als die staatliche Rente. Anders ist es bei Nicht-Berufstätigen: Hier denken 51 Prozent, die staatliche Rente sei sicherer als eine private Altersvorsorge. Gegen eine Abschaffung der privaten Altersvorsorge, um die staatliche Rentenversicherung zu stabilisieren, sprachen sich 47 Prozent aus.

Vorsorgeaktivitäten nehmen ab
Dennoch gibt der Deutsche – wie bereits eingangs erwähnt – pro Monat weniger Geld für die private Altersvorsorge aus als früher. Waren es 2007 im Schnitt 202 Euro, sind es jetzt nur noch 188 Euro. Das ist ein Minus von 7 Prozent. Genauso stark sank auch der Anteil der Berufstätigen, die künftig mehr für das Alter vorsorgen wollen. 52 Prozent planen nicht, ihre Vorsorgeaktivitäten weiter auszubauen. 

Service
Presse-Kontakt  als RSS-Feed abonnieren
T: 040 4119 1357
F: 040 4119 3626

Recommend Page | Print | Bookmark | TopPfeil nach oben