Deutsche sorgen sicher für das Alter vor

23.01.2009 – Eigenheim und staatlich geförderte Altersvorsorge liegen bei den Deutschen weit vorn in der Beliebtheitsskala. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage darüber, welche Formen der langfristigen Altersvorsorge sich durchsetzen werden.

Immobilien haben zugelegt
Die selbst genutzte Immobilie liegt dabei erstmals auf Platz Eins. 39 Prozent der Befragten glauben an das eigene Häuschen als Top-Altersvorsorge. Das sind 7 Prozent mehr als bei der gleichen Umfrage im vergangenen Jahr. Auf Platz 2 steht die staatlich geförderte Altersvorsorge. 30 Prozent stimmten für die Riester- und Rüruprente. Immer beliebter werden festverzinsliche Geldanlagen, wie das Sparbuch. Mit 28 Prozent hat diese Form der Altersvorsorge um 14 Prozent zugelegt und belegt nun den dritten Platz. Zugelegt haben in der Beliebtheit auch vermietete Immobilien, und zwar um 2 Prozent. 19 Prozent der Befragten stimmten dafür und brachten Eigentumswohnung und Co. auf den vierten Platz.

Betriebliche Altersvorsorge zurückgefallen
Platz Fünf belegen die klassischen Kapitallebens- und privaten Rentenversicherungen. 17 Prozent hielten diese Form der Altersvorsorge für zukunftsträchtig. Auf Platz Sechs folgt die betriebliche Altersvorsorge, im vergangenen Jahr noch auf dem dritten Platz.

Unsicherheit spielt große Rolle
In gleichem Maße, wie die Befragten davon ausgehen, dass der Wunsch nach Sicherheit wachsen wird, glauben sie auch, dass die Verunsicherung unter den Befragten zunimmt. So gehen 22 Prozent davon aus, dass ein Großteil der Sparer verunsichert ist und darum bei der Altersvorsorge zögern wird. 11 Prozent mehr als im Vorjahr messen dem Unsicherheitsfaktor eine große Bedeutung zu.

Rendite weniger wichtig
Mit wachsendem Sicherheitsbedürfnis sinkt der Einfluss der Rendite auf die Entscheidung für eine Altersvorsorge. Zirka 6 Prozent weniger Befragte als im Vorjahr glauben, dass sich die riskanteren Renditepapiere in der Altersvorsorge durchsetzen werden. Fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherungen, Aktien, Aktienfonds, Derivate und Zertifikate liegen damit am Ende der Vorsorge-Rangliste.

Beurteilung ist einkommensabhängig
Wie die Befragten die einzelnen Formen der Altersvorsorge einschätzen, hängt von deren Einkommen ab. Bei einem Haushaltsnettoeinkommen über 3.000 Euro halten 11 Prozent mehr als der Durchschnitt der Befragten die selbstgenutzte Immobilie für die zukunftsträchtigste Form der Altersvorsorge. Das sind 50 Prozent. 40 Prozent der oberen Einkommensklasse denken, dass sich die staatlich geförderte Altersvorsorge, also Riester- oder Rüruprente langfristig durchsetzen wird. 29 Prozent sprachen sich für vermietetes Wohneigentum aus. 

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