Nicht ohne meine Immobilie: Wie Unternehmer vorsorgen
13.12.2007 –
Unternehmer sorgen anders vor. Das ergab eine Umfrage von TNS Emnid im Auftrag des Wirtschaftsmagazins "impulse" und eines britischen Lebensversicherers.
Danach sorgen 73 Prozent der befragten Unternehmer mit einer selbst genutzten Immobilie vor. Ebenfalls wichtig sind die Kapitallebens- und die Rentenversicherung. Jede dieser Vorsorgeformen schlug bei der Befragung mit 60 Prozent zu Buche. 54 Prozent legen ihr Geld zur Altersvorsorge in Investmentfonds an. Fast die Hälfte setzt auch auf Immobilien, die vermietet werden. Auf Aktien schwören 38 Prozent, für Fest- und Tagesgeld begeistern sich gut 35 Prozent.
Vergeblich sucht man in dieser Aufzählung aber die Rürup-Rente oder die betriebliche Altersvorsorge. Diese beiden Modelle nutzt nur jeder zehnte Unternehmer. Dagegen setzen mehr als 50 Prozent der selbstständigen Unternehmer auf die gesetzliche Rentenversicherung. Äußerst unzufrieden sind viele mit der staatlichen Unterstützung der Altersvorsorge für Unternehmer. Das gilt für zirka ein Drittel des Befragten und erklärt vielleicht die geringe Akzeptanz der Rürup-Rente. 36 Prozent sind nicht gänzlich unzufrieden, aber auch nicht so richtig glücklich mit der Förderung vom Staat. Zufriedenheit äußerte gerade mal ein Viertel der Befragten.
Die Rürup-Rente ist für Selbstständige ein idealer Anlagebaustein für die Rentenzeit. Wie bei der gesetzlichen Rente werden auch hier Beiträge entrichtet und damit ein Anspruch auf eine spätere private und kapitalgedeckte Rente erworben. Der Staat fördert dieses Modell mit der Möglichkeit des Sonderausgabenabzuges. 2005 konnten 60 Prozent des Maximalbetrages von 20.000 Euro abgesetzt werden. Dieser Satz steigt pro um Jahr um 2 Prozentpunkte und liegt 2025 bei 100 Prozent.
Viele Unternehmer haben noch aus ehemaligen Angestelltentätigkeiten einen Anspruch auf die gesetzliche Rente. Sie müssen allerdings darauf achten, dass die so genannte Wartezeit erfüllt ist. Um einen Rentenanspruch zu erwerben, muss man nämlich mindestens 5 volle Jahre in die Kasse eingezahlt haben. Wenn nicht, gibt es auch keine Rente. Unser Tipp: Wenn Sie die fünf Jahre nicht voll haben, können Sie freiwillig wenigstens einen Mindestbetrag für die fehlenden Monate einzahlen und sichern sich damit Ihren Rentenanspruch.
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