14 Millionen Riester-Sparer im Juni 2010

20.08.2010 – Nach neuesten Zahlen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) ist die Zahl der Riester-Sparer im zweiten Quartal dieses Jahres um 220.000 gestiegen und liegt damit inzwischen bei 14 Millionen. Besonderen Aufwind bekam die Eigenheim-Rente.

Versicherungen liegen vorn
Selbst die vergangene Finanzkrise und nach wie vor unsichere konjunkturelle Aussichten konnten den Vorsorgewillen der Deutschen also nicht brechen. Schließlich bietet die Riester-Rente Sicherheit und zudem, anders als andere private Vorsorgeprodukte, attraktive Zulagen. Mit 91.000 neuen Abschlüssen liegen die Versicherungen noch immer vorn, dicht gefolgt von Wohn-Riester-Produkten mit 84.000 Neuverträgen. Deren Marktanteil liegt nach Angaben des BMAS bei über einem Drittel. Die Eigenheimrente war die einzige Riester-Kategorie, die gegenüber dem ersten Quartal gewachsen ist. Jeder zwölfte Neuvertrag war ein Banksparplan. Federn lassen mussten Fondssparpläne, die nur die Hälfte der Neuverträge des ersten Quartals erreichten.

Förderfähige Riester-Produkte
Der Klassiker unter den Riester-Produkten ist die Rentenversicherung. Zusätzlich zu den Zulagen und Steuervorteilen profitiert der Sparer hier bei moderater Rendite vom garantierten Zins von derzeit 2,25 Prozent und einer Überschussbeteiligung. Kritisiert werden hierbei oft die hohen Abschlusskosten. Entscheidend ist jedoch, wie hoch die garantierte Rente ist. Stiftung Warentest zeigt, welche Anbieter die lukrativsten Verträge bieten. Je länger der Vertrag läuft, desto weniger fallen die Kosten ins Gewicht. Deshalb eignet sich die Riester-Versicherung für junge Sparer wie für ältere, da diese hierbei nicht das Risiko von Kursschwankungen an Kapitalmärkten eingehen.

Fondssparpläne bieten höhere Renditen als die Versicherung, sind aber auch mit einem höheren Risiko verbunden, da das Geld in Fonds investiert wird. Statt der Abschlusskosten ist hier ein Ausgabeaufschlag zu zahlen, der bei einem Wechsel des Produktes erneut anfällt. Anleger über 45 Jahre sollten von Fondssparplänen Abstand nehmen, da die Anlage auch für längere Zeit ins Minus rutschen kann, wie die letzte Krise gezeigt hat.

Banksparpläne bieten eine geringere Rendite als Fondssparpläne. Ihr Zinssatz orientiert sich am Kapitalmarkt. Dafür kann die angesparte Summe aber auch nicht ins Minus sinken. Geeignet ist diese Riester-Form für Sparer über 50, die auf Nummer Sicher gehen wollen.

Seit 2008 wird auch der Erwerb von selbstgenutztem Wohnraum im Rahmen des Riester-Programms gefördert. Das betrifft neben Eigentumswohnung und Haus auch den Erwerb von Genossenschaftsanteilen. Der Wohnraum muss allerdings vom Förderberechtigten selbst genutzt werden und im Mittelpunkt seines Lebens stehen.

Lesen Sie mehr: Riester-Modelle im Vergleich

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