Immer mehr Ausländer zahlen in Rentenkasse

28.08.2013 –

Die Deutsche Rentenversicherung Bund profitiert von der Freizügigkeit der EU, denn so viele Ausländer wie derzeit haben noch in eingezahlt. Viel Geld soll aus den Krisenstaaten fließen.

230.000 Ausländer mehr eingezahlt
Während immer weniger Deutsche ihrem Rentensystem vertrauen, scheint im europäischen Ausland das Gegenteil der Fall zu sein. Laut "Rheinischer Post", die sich auf Zahlen der deutschen Rentenversicherung beruft, waren nach der letzten Datenerfassung im Jahr 2011 hierzulande 4,17 Millionen Ausländer rentenversichert. Im Vorjahr waren 230.000 Personen weniger. Für die Rentenkasse seien diese Zuwächse "bemerkenswert", wird ein Sprecher der Rentenversicherung in der Zeitung zitiert. Für 2012 würden noch höhere Zahlen erwartet.

Hauptgrund: Arbeitnehmerfreizügigkeit in der EU
Hauptgrund für diese Entwicklung sei laut Rentenversicherung die im Mai 2011 in Kraft getretene Arbeitnehmerfreizügigkeit für Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn. Auch aus den südosteuropäischen Krisenstaaten soll immer mehr Geld fließen.

Rentenbeitrag soll sinken
Wegen der guten finanziellen Situation der Rentenkasse soll der derzeit geltende Beitragssatz von 18,9 Prozent schon im kommenden Jahr erneut sinken, laut einem internen Schreiben der Deutschen Rentenversicherung, das der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Darin ist von 18,4 Prozent die Rede. Bis Ende 2017 soll dieser Beitragssatz gelten.

DGB fordert steigende Beiträge
Für den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) ist das ein Schritt in die falsche Richtung. Er prophezeit eine verstärkte Altersarmut, vor allem in Mecklenburg-Vorpommern. Für eine Rente oberhalb der Grundsicherung müsse hier jeder vierte Vollzeitbeschäftigte mindestens 47 Jahre lang arbeiten. Gründe seien das niedrige Lohnniveau im nordöstlichen Bundesland, aber auch das stetig sinkende Rentenniveau. Laut DGB bezogen Männer in Mecklenburg-Vorpommern 2012 eine Rente von durchschnittlich 893 Euro und Frauen von 753 Euro. Um die drohende Altersarmut aufzuhalten, müsse das Rentenniveau stabilisiert werden. Das gelinge nur mit steigenden Beiträgen. 0,3 Prozentpunkte im Jahr wären das Minimum.

Fazit: Der deutschen Rentenkasse geht es unter anderem dank immer mehr einzahlender Ausländer gut, den deutschen Rentnern, vor allem aus dem Nordosten, jedoch nicht. Um die Altersarmut aufzuhalten, müsste das Rentenniveau stabilisiert und dafür die Beiträge erhöht werden. Das Gegenteil plant die Bundesregierung. 

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